Endlich Klimmzüge schaffen – eine Anleitung Teil 1

Klimmzüge sind ein Thema für sich. Auf der einen Seite sind sie eine Hassübung für alle, die sie noch nicht beherrschen oder zumindest noch Probleme mit ihnen haben. Auf der anderen Seite wissen diejenigen, die Klimmzüge schaffen, den Trainingseffekt zu schätzen.

Die Wirkung von Klimmzügen

Fakt ist, dass Klimmzüge eine enorm wertvolle Übung für die Rückenmuskulatur darstellen. Fakt ist auch, dass sie zusammen mit dem Kreuzheben die funktionellsten Übungen für den Rücken darstellen. So kommt es auch, dass viele Experten die Kombination von Kreuzheben und Klimmzügen als ausreichend ansehen, um die Rückenmuskulatur ausreichend zu entwickeln. Obwohl ich dies größtenteils bestätigen kann, ergänze ich in der Regel gerne noch eine Rudervariante. Beim Klimmzug wird der Körper aus einer hängenden Position hochgezogen. Ein Großteil der Bewegung wird durch den Latissimus, also den breiten Rückenmuskel, ermöglicht. Je nach Griffvariante kann der Bizeps mehr oder weniger eingreifen, der Fokus liegt aber eindeutig auf dem Lat.

Warum Klimmzüge solche Probleme bereiten

Es ist immer wieder zu beobachten, dass kräftige Athleten, die schwere Gewichte beim Kreuzheben bewegen können, dennoch keine Klimmzüge schaffen können. Dies liegt zum einen daran, dass beim Kreuzheben weitere kräftige Muskelgruppen beteiligt sind, die beim Klimmzug nicht helfen können. Zum anderen nimmt aber unsere Kraft auch immer mehr ab, je weiter der Zug von oben ausgeführt sind. Beim Zug von unten, etwa am Kabelturm, sind wir stärker als beim waagerechten Zug, etwa auf einer Rudermaschine. Beim Zug von oben, also dem Klimmzug, sind wir am schwächsten. So kommt es auch, dass man viele Menschen im Studio beobachten kann, die sich beim Lat-Zug weit nach hinten lehnen und dadurch in eine waagerechte Position bewegen. Sie machen sich die Übung leichter, verfälschen aber die eigentliche Übung. Nicht zuletzt spielt beim Klimmzug auch das Körpergewicht eine entscheidende Rolle: Leichte Athleten müssen natürlich weniger Gewicht bewegen als schwere Sportler. 10 Kilogramm sind hierbei bereits ein enormer Unterschied. Wer mit dem eigenen Körpergewicht ein paar Klimmzüge beherrscht, kann dies gerne mit 10 Kilogramm Zusatzgewicht austesten. Es kann gut sein, dass nicht ein korrekter Klimmzug dabei herauskommt. Dies ist allerdings keine Schande, sondern soll lediglich als Veranschaulichung für die Zusammenhänge beim Klimmzug dienen.

Konkrete Tipps, um endlich Klimmzüge schaffen zu können, gibt es in Teil 2 dieser Serie!

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